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Über unser Berufe-Finder-Projekt

Mitwirkende

Henryk Cichowski oberster Chef, Geldgeber, Anwendungs-Ideenträger
Oliver Hahn EDV-Koordinator
Harry Boeck Chef-Programmierer, Technik-Ideenträger
Pascal Engel Programmier-Assistenz

Die Anwendungs-Idee

Unser Berufefinder ist hier im BMD als Element des "Empowerment-Portals" entstanden, welches wiederum ein Element eines stetig ausgebauten Online-Instrumentariums des BMD darstellt.

Ursprünglich hatte er nur die Funktion, Teilnehmer von Vermittlungs-Lehrgängen dabei zu unterstützen, sich über alternative Berufe für einen Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu informieren. Die Idee, dies auf Basis eines "Kompetenzprofils" zu bewerkstelligen, war von vornherein das Kernelement aus Sicht der Anwendung.

Das Besondere am Kompetenzprofil ist, dass sich unsere Teilnehmer und Betreuer aus der Starre lösen können, dass sie in dem angestammten Beruf der Teilnehmer (die in aller Regel Langzeitarbeitslose sind, weswegen sie eine Betreuung bekommen) keine Angebote finden. Statt dessen verlagern wir das Denken auf die völlig unzweifelhaft vorhandenen Fähigkeiten und Fertigkeiten der Teilnehmer und lassen unser Werkzeug für uns aus einer Datenbank, in der Berufe mitsamt ihren erforderlichen Kompetenzen beschrieben sind, die zu unseren Fähigkeiten und Fertigkeiten passenden Berufe heraussuchen. Wobei durchaus häufig Berufsbilder zum Vorschein kommen, die man sich nie im Leben angeguckt hätte, wenn man nicht eine solche Empfehlung bekommen hätte.

Die erste Generation des Berufefinders bot einen winzigen Auszug aus dem in der Bundesrepublik möglichen Berufsreichtum. Nur etwa ein Zwanzigstel der Berufe und nur ein Vierzigstel der Kompetenzen wurden berücksichtigt, und die Daten hatten eine noch ziemlich miesarable Qualität. Seine Bedienung war ... umständlich. Und erforderte ausgebildetes, willensstarkes und zielorientiertes Personal.

Das änderte sich mit der hier zu sehenden Generation des Berufsfinders:
  • Er stellt die Gesamtheit der Berufsdatenbank mit Stand 2010 "KldB 2010" aus dem BERUFENET zur Verfügung. Die steht dort öffentlich zum Download - unter anderem als zwei kapitale PDF-Wälzer (Band 1 und Band 2). Die durchzuackern, um seinen Traumberuf zu suchen, kann man aber selbst radikal-extremistischen Bürohengsten nicht zumuten. Wohl aber den Prozessoren unserer Server.

    Die Inhalte der PDF-Wälzer stellen dabei aber auch nur einen Bruchteil der Daten zur Verfügung, die zur Berufsdatenbank gehören. Andere Daten sind verteilt auf verschiedene Dokumente im Download-Portal des Berufenet. Unser Berufefinder stellt die Gesamtheit aller verfügbaren Daten mitsamt ihrer Verknüpfung für alle an Berufsorientierung und Berufsfindung interessierten Bürger bereit.

  • Er bietet alles auf einen Blick auf einer Seite und ist mit radikal wenigen Klicks bedienbar: Kein Navigieren durch ein halbes Dutzend Unterseiten mehr für jede einzelne Kompetenz, die man einstellen will.
  • Man darf jederzeit korrigieren, auswerten oder weiter herumspielen: Kein Festfahren des Kompetenzprofils, wenn man meint, man sei fertig.
  • Er ist interaktiv geworden: Die Auswertezeit ist bei einer insgesamt um den Faktor von knapp 1000 angeschwollenen Datenmenge um den Faktor über 10 zurückgegangen (mithin eine um 10'000 gesteigerte numerische Effizienz). Das Profil mitsamt Auswertung ist nach jedem Klick in Zehntelsekunden aktualisierbar. Man kann unmittelbar visuell miterleben, wie das Kompetenzprofil perfektioniert wird.
  • Er unterstützt nicht nur beim Suchen alternativer Berufsbilder, sondern mit nur einem einzigen Klick auch beim Finden von dazugehörigen Jobs. Für ALLE Berufsbilder eines Profils in einem Rutsch.
  • Er ist öffentlich frei benutzbar: Keine Abhängigkeit mehr von der Anmeldung in einem Lehrgang beim BMD.
  • Schicke Bewerbungsunterlagen: Arbeitsuchende werden mit einem hübsch designten Ausdruck ihres Kompetenzprofils für ihre Bewerbungsunterlagen unterstützt. Das geht allerdings am besten mit den hochwertigen Farb-Laser-Druckern beim BMD, also im Rahmen einer Betreuung.

Über diese Liste hinaus hat der Geldgeber und oberste Chef des Projekts weitreichende Ideen, den Berufefinder zu einem echten Schweizer Taschenmesser für Arbeitssuchende wie Personalmanager zu machen. Die kommen mit der nächsten Generation des Berufefinders, die derzeit auf dem Reißbrett liegt.

Der technische Unterbau

Kernelement der Datenbank-Technik im Hintergrund, um die Reaktionszeiten angesichts der massiven Datenverknüpfung bereitzustellen, ist die Verwendung einer sogenanten "Rückverzeigerung" in den Datenbank-Objekten.

Der aktuelle technische Unterbau des Berufefinders geht auf eine Idee aus Datenbank-Projekten der späten 1990er zurück: Ein Doktor Kuschel aus der DDR hatte die Idee, Bedienoberflächen zum Suchen von Produkten solcherart zu gestalten, dass Produkte über die Auswahl ihre Eigenschaften gefunden werden können, wobei sein Hauptziel darin bestand, dass nur ausgewählt werden können soll, was an Objekten auch tatsächlich da - also bestellbar - ist, so dass Kunden nie eine leere Menge serviert bekommen können, selbst wenn sie sich mit der Bedienung nicht auskennen.

Technisch muss dazu im Hintergrund eine normalisierte Datenbank vorliegen und eine Verknüpfung aller "Eigenschaften" der Objekte entsprechend aller "Selektionen" des Anwenders über alle registrierten "Objekte" vorgenommen werden.
Zu deutsch: Wir suchen zuerst alle Objekte, die alle aktuell vom Anweder eingestellten Eigenschafts-Selektionen befriedigen, und bilden dann über diese Objektmenge die Zusammenstellung der angebotenen Ausprägungen in allen angebotenen Eigenschaften, machen dazu ein wenig Statistik und präsentieren dies dem Anwender in einer intuitiv erfassbaren Form.

Die Idee setzten wir zunächst um für sowas wie Gebrauchtwagen. Und zwar mit der Rechner- und Browsertechnik der 90er Jahre (kein HTML4, kein DOM, kein Ajax, kein Multicore) und einer speziell für diesen Zweck gebauten Datenbank-Engine in C++. Die gegenüber der hier im Berufefinder genutzten um Pi-mal-Daumen den Faktor Hundert schneller ist: Wir schafften es, mit der damaligen Rechentechnik - einem 200 MHz AMD K6 und in 256 MB RAM - eine Datenmenge von rund 100'000 Objekten mit jeweils einigen zig Eigenschaften in maximal etwa einer Zehntelsekunde zu verarbeiten und das Ergebnis auszuliefern. Diese Leistung war ausschließlich durch die Verwendung jener Rückverzeigerung in den Daten möglich, die das technische Kernelement darstellt.

Später wurde die Idee noch für verschiedene andere Anwendungen umgesetzt, unter anderem eine Handy-Datenbank. Die alten Projekte sind immer noch zu finden unter Basis4D. Die Technik habe ich danach weiter verwendet in Projekten mit anderen Partnern und Zielen, so unter anderem im Alchemie-Rechner für Oblivion und hier im Berufefinder.

Unser hier im Berufefinder verwendetes MySQL schafft im worst case etwas unter einer Sekunde Reaktionszeit - mit Intel Core 2 unterm Hintern und bei gerade mal ein paar tausend Objekten. Allerdings einer recht ausufernden Menge an Eigenschaften (den möglichen rund 8000 Kompetenzen) - wenn man sie denn als solches abbilden würde, was aber vom Speicherplatz und von der Handhabung her ein Problem darstellen würde, aber das nur nebenbei. Auch dies ist erst bei Ausnutzung der Rückverzeigerung möglich.
Im Anfangsstadium hatte ich mit komplexen SQL-Anfragen mit mehrdimensionalen joins und geschachtelte Unterabfragen experimentiert, die aber von MySQL dermaßen vermurkst ausgeführt wurden, dass eine Realisierbarkeit damit völlig ausgeschlossen war: Die erste Version, die die gesamten benötigten Daten der Seite in einem einzigen Rutsch liefern sollte, ließ ich eine Viertelstunde vor sich hin rödeln, bevor ich den Server abschoss. Zerlegt in Einzelabfragen mit maximal einer join-Verknüpfung reduzierte sich der Zeitaufwand in die Größenordnung von 10 Sekunden. Aber unter eine Sekunde konnte es erst wieder mit Hilfe jener ominösen "Rückverzeigerung" gedrückt werden.

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